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LVZ, Thomas Lang
Leipzig: Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, Region/Geithain, 12.01.2010
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Wird immer mehr zu einer guten Adresse: die Eschefelder Rockcover-Band "Karma". Foto: privat
„Das Karma steigt mit jedem Song“
Eschefeld ist guter Ort für junge Musiker – wie auch die Entwicklung der Rockcover-Band zeigt

Von THOMAS LANG

Eschefeld. Nur etwa 600 Einwohner zählt der Frohburger Ortsteil Eschefeld. Doch sage und schreibe drei Bands haben hier ihr Zuhause und proben jede Woche in Räumen des örtlichen Gemeindezentrums. Die bekannteste von ihnen ist die Rockcover- Band „Karma“, ein Zusammenschluss fünf junger Musiker zwischen 25 und 33 Jahren, die sich inzwischen in der Szene einen Namen machte.

Alles fing im Sommer 2006 damit an, dass sich der Vater des Gitarristen Thomas in Eschefeld zum Geburtstag bei der Gartenparty einen Stones-Titel wünschte. Die jungen Leute, allesamt seit vielen Jahren der Musik frönend,
fanden sich zusammen, übten ihn ein. Und blieben dabei. Heute gehören die Eschefelder Patrick und David Gottschalk, Thomas Wermter, der Frohburger Heiko Tränkner und Georg Erdmann aus Marburg, der in Jena studiert, zur Band. „Unser Anliegen ist es, ältere anspruchsvolle Songs aus den 60er und 70er Jahren so authentisch wie möglich einzustudieren“, beschreibt David Gottschalk die Band-Philosophie.
  22 Titel hat das Quintett inzwischen im Repertoire, kann also nunmehr abendfüllende Programme gestalten. Ihre Lieblingsgruppen sind Deep Purple und Led Zeppelin. Aber auch Titel der Stones, von Jethro Thull, Black Sabbath und anderer Gruppen haben sie (fast perfekt) drauf. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat-
te die Band am Männertag 2008 im Frohburger Schloss. Die Resonanz machte Mut und Lust auf mehr. Seither sind schon über 20 Konzerte im Tagebuch vermerkt. „Unser Karma – das den Menschen bestimmende Schicksal – steigt mit jedem Song, mit jedem Konzert“, freut sich darüber auch Gitarrist Wermter, im sonstigen Leben wie auch David Gottschalk Krankenpfleger. Den größten Erfolg hatten die fünf Musiker kürzlich, als sie als Vorgruppe im Frohburger „Schützenhaus“ bei einem „Renft“- Auftritt agieren durften. „Da sprang der Funke so richtig auf das Publikum über, feuerten wir uns gegenseitig an“, denkt Sänger Erdmann gern an den Abend zurück. Aber auch bei Biker- Treffen, Konzerten in Rübenau und im Kyffhäusergebiet oder bei Privatfeten sind die Eschefelder Musiker gern gesehen. „Wir proben regelmäßig einmal in der Woche. Dann gibt es Hausaufgaben auf, bis wir uns das nächste Mal treffen“, berichtet Bassist Tränkner, selbstständiger Tischler. „Und solange es Spaß macht, werden wir das weiter so handhaben. Wir haben ja hier in Eschefeld dank der von der Kommune gemieteten Räume beste Bedingungen.“ Erst am 23. Dezember hatten sie wieder einen öffentlichen Auftritt in der Rochlitzer Stadthalle, zusammen mit „Bellbreaker“. Erstmals spielten die fünf auch zu einer Silvesterparty in Wilchwitz auf.
  Nun planen sie, bald mit einem Live- Video im Internet vertreten zu sein und dadurch noch mehr auf sich aufmerksam zu machen.

>> Bericht als PDF zum downloaden
 
 

 

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