Von THOMAS LANG
Eschefeld. Nur etwa 600 Einwohner
zählt der Frohburger Ortsteil Eschefeld.
Doch sage und schreibe drei
Bands haben hier ihr Zuhause und
proben jede Woche in Räumen des
örtlichen Gemeindezentrums. Die
bekannteste von ihnen ist die Rockcover-
Band „Karma“, ein Zusammenschluss
fünf junger Musiker zwischen
25 und 33 Jahren, die sich inzwischen
in der Szene einen Namen
machte.
Alles fing im Sommer 2006 damit an,
dass sich der Vater des Gitarristen
Thomas in Eschefeld zum Geburtstag
bei der Gartenparty einen Stones-Titel
wünschte. Die jungen Leute, allesamt
seit vielen Jahren der Musik frönend, |
fanden sich zusammen, übten ihn ein.
Und blieben dabei. Heute gehören die
Eschefelder Patrick und David Gottschalk,
Thomas Wermter, der Frohburger
Heiko Tränkner und Georg Erdmann
aus Marburg, der in Jena studiert,
zur Band. „Unser Anliegen ist es,
ältere anspruchsvolle Songs aus den
60er und 70er Jahren so authentisch
wie möglich einzustudieren“, beschreibt
David Gottschalk die Band-Philosophie.
22 Titel hat das Quintett inzwischen
im Repertoire, kann also nunmehr
abendfüllende Programme gestalten. Ihre Lieblingsgruppen sind Deep Purple
und Led Zeppelin. Aber auch Titel
der Stones, von Jethro Thull, Black
Sabbath und anderer Gruppen haben
sie (fast perfekt) drauf.
Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat- |
te
die Band am Männertag 2008 im
Frohburger Schloss. Die Resonanz
machte Mut und Lust auf mehr.
Seither sind schon über 20 Konzerte
im Tagebuch vermerkt. „Unser Karma
– das den Menschen bestimmende
Schicksal – steigt mit jedem Song, mit
jedem Konzert“, freut sich darüber
auch Gitarrist Wermter, im sonstigen
Leben wie auch David Gottschalk
Krankenpfleger. Den größten Erfolg
hatten die fünf Musiker kürzlich, als
sie als Vorgruppe im Frohburger
„Schützenhaus“ bei einem „Renft“-
Auftritt agieren durften. „Da sprang
der Funke so richtig auf das Publikum
über, feuerten wir uns gegenseitig an“,
denkt Sänger Erdmann gern an den
Abend zurück. Aber auch bei Biker-
Treffen, Konzerten in Rübenau und im
Kyffhäusergebiet oder bei Privatfeten |
sind die Eschefelder Musiker gern gesehen.
„Wir proben regelmäßig einmal
in der Woche. Dann gibt es Hausaufgaben
auf, bis wir uns das nächste Mal
treffen“, berichtet Bassist Tränkner,
selbstständiger Tischler. „Und solange
es Spaß macht, werden wir das weiter
so handhaben. Wir haben ja hier in
Eschefeld dank der von der Kommune
gemieteten Räume beste Bedingungen.“
Erst am 23. Dezember hatten sie
wieder einen öffentlichen Auftritt in
der Rochlitzer Stadthalle, zusammen
mit „Bellbreaker“. Erstmals spielten
die fünf auch zu einer Silvesterparty in
Wilchwitz auf.
Nun planen sie, bald mit einem Live-
Video im Internet vertreten zu sein und
dadurch noch mehr auf sich aufmerksam
zu machen. |